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Firmen im Familienbesitz werden von Investoren aufgrund der langfristig orientierten Führungsstrategie geschätzt. Das „Handelsblatt“ präsentiert ein Ranking, das aufzeigt, welche Firmen in Familienhand sich bereits seit Jahrhunderten auf dem deutschen Markt behaupten.
Dass die seit 1590 existierende Hamburger Berenberg Bank auf eine jahrhundertelange Tradition zurückblicken kann, dürfte zumindest Kennern der deutschen Privatbankszene bekannt sein. Auch der Porzellanhersteller Villeroy & Boch – 1748 gegründet – gehört zu den ältesten deutschen Firmen in Familienhand. Welche Unternehmen noch zu diesem exklusiven Kreis der Kreis der 30 traditionsreichsten deutschen Familienunternehmen gehört, zeigt ein aktuelles Ranking der Stiftung Familienunternehmen, das vom „Handelsblatt“ veröffentlicht wurde.
Deutschlands ältestes Unternehmen wurde 1502 gegründet
Die längste Firmentradition kann demnach „The Coatinc Company“ vorweisen: Die Wurzeln des in Siegen ansässigen Unternehmens reichen ins Jahr 1502 zurück. Seinerzeit als Schmiede gegründet, hat sich die Firma mittlerweile auf die Veredelung von Metalloberflächen mit dem Schwerpunkt Verzinkerei spezialisiert, geführt wird es in 17. Generation von Paul Niederstein. Bis zur Veröffentlichung des aktuellen Rankings galt der Druckknopfhersteller Prym aus Stolberg als ältestes deutsches Unternehmen. Das Unternehmen wurde 1530 erstmals urkundlich erwähnt, es hatte sich anfangs auf Goldschmiedearbeiten und später auf die Messingherstellung spezialisiert.
Alte Unternehmen, moderne Verträge
Viele der ältesten deutschen Familienunternehmen verfügten bereits vor der Industrialisierung über alles, was diese Firmen auch heute charakterisiere, zitiert das „Handelsblatt“ Mechthild Isenmann, Historikerin am Lehrstuhl für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Leipzig. Dazu gehörten Langlebigkeit und Vertrauen in Personen und Kompetenz. Als rechtliche und ökonomische Grundlage hätten Gesellschaftsverträge gedient, die zugleich Regelungen umfassten, wie man sie auch heute in modernen Familienverfassungen kenne, so das Blatt. Darin sei nicht nur die Nachfolge geregelt worden. Vielfach hätten diese Verträge auch Verhaltensnomen umfasst – Spiel- und Alkoholverbote inbegriffen.
Unternehmensnachfolger wurden früher nach Venedig geschickt
Die typische Karriere von Unternehmensnachfolgern innerhalb der Familie begann Isenmann zufolge oftmals in Venedig. Dass die 1447 und als ältestes Brauhaus der Welt geltende Brauerei Zötler nicht in der Liste enthalten ist, geht laut „Handelsblatt“ darauf zurück, dass sie sich nicht im durchgängigen Besitz einer einzigen Familie befunden hat. Das Fehlen der Familie Fugger im Ranking führt das Blatt darauf zurück, dass die Familie ihren Besitzungen seit Mitte des 17. Jahrhunderts als Stiftung verwaltet. Die Fürstlich Fuggersche Privatbank habe Isenmann zufolge zwar wieder an die früheren ökonomischen Aktivitäten der Fugger als Bankiers angeschlossen, sei aber erst Mitte des 20. Jahrhunderts gegründet worden.
Konflikte gehören vielfach zur Unternehmensgeschichte
Dass es über die Generationen auch immer wieder zu Konflikten in den ältesten deutschen Familienunternehmen gekommen sei, zeige das Beispiel The Coating Company, berichtet das „Handelsblatt“. So habe der Großvater des heutigen Firmenchefs und Mehrheitseigners 1978 nicht verhindern können, dass das Siegener Unternehmen weitgehend an das Stahlunternehmen Hoesch verkauft wurde. Übrig blieb im Familienbesitz nur eine kleine Verzinkerei mit 60 Mitarbeitern.
Erst 14 Jahre später sei es dem Sohn Klaus Niederstein mit Hilfe eines Minderheitsgesellschafters gelungen, die Firma zurückzukaufen. Auch die Unternehmensnachfolge habe sich zunächst schwierig gestaltet, da mit dem bisherigen Mehrheitseigner Klaus und dem heutigen Firmenchef Paul Niederstein zwei Charaktere aufeinandergeprallt seien, berichtet das „Handelsblatt“ und nennt Prym als weiteres Beispiel für traditionsreiche Familienunternehmen, die eine Krise wohlbehalten überstanden haben.
Veröffentlicht in: „Private Banking Magazin.“ (Ausgabe 03. Juni)
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