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Scheu vor roten Helmen hat Andreas Pinkwart nicht. Der NRW-Wirtschaftsminister (FDP) ließ sich am Freitagabend nicht lange bitten: Mit Interesse ließ er sich mit obligatorischer Kopfbedeckung die Produktionsprozesse der Coatinc Company in Langenau erläutern -des mehr als 500 Jahre alten Familienunternehmens, das bereits in 17. Generation geführt wird und sich der Feuerverzinkung verschrieben hat. Problem der Stahlveredler: Ihr tägliches Geschäft verbraucht viel Energie, entsprechend hart betroffen ist daher auch die Coatinc Company vom neuen CO2 -Preis. „Das ist ein gut gemeintes Instrument“, meint Firmenchef Paul Niederstein. „Aber es lenkt in die falsche Richtung.“
Denn, und das berichtete auch Sebastian Schieweck als Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Feuerverzinken, eigentlich sei das Produkt des Unternehmens ein ausgesprochen nachhaltiges. Die Veredelung mit Zink mache Stahl zu einem langlebigen Baustoff. 50, 75, oftmals auch 100 Jahre werde das Metall damit haltbar gemacht. Entsprechend verbreitet ist es in unserem Alltag. Jeder Ampelmast jede Leitplanke, aber auch die meisten Fahrradständer bestehen aus verzinkten Stahl. Kein Windrad, keine Photovoltaikanlage kommt ohne ihn aus. „Zudem sind die Produkte vollständig recycelbar“, sagt Schieweck. Dass nun die CO2-Bepreisung ausschließlich deutsche Unternehmen betreffe, sei ein Problem. „Unsere Branche ist sehr am Klimaschutz interessiert.“ Das Geld für CO2-Abgabe sei daher besser in den Transformationsprozess hin zu klimaschonenden Technologien angelegt. Paul Niederstein verdeutlichte das mit Zahlen. Sein Unternehmen müsse dem Kunden künftig 5 Euro mehr pro Tonne fertig veredeltem Stahl in Rechnung stellen, in einigen Jahren sogar 25 Euro. Seine Sorge: „Das würde dazu führen, dass der Stahl für deutsche Parkhäuser eines Tages im Ausland verzinkt wird.“ Stichwort: „Carbon Leakage“. Dem Klima sei damit nicht geholfen und erst recht nicht wenn beim Bauen statt auf Stahl noch mehr auf Beton gesetzt werde.
Minister Pinkwart unterstrich die Notwendigkeit die Industrie durch Innovationen und Investitionen für die ambitionierten Klimaziele umzurüsten. Das müsse jedoch mit fairen Regeln geschehen. Der CO2-Preis an sich sei richtig, er müsse aber europäisiert werden. Solange in den Nachbarländern keine solche Steuer erhoben würde, komme es zum Wettbewerbsnachteil, der im schlimmsten Fall zu Produktionsverlagerungen führe. „Für den Übergangszeitraum brauchen wir einen Ausgleich für energieintensive Unternehmen.“ Die Wirtschaft müsse den Transformationsprozess meistern . „Aber nicht um den Preis der Wettbewerbsfähigkeit.“
Veröffentlicht in: Siegener Zeitung 21.08.2021
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