The Coatinc Company Kontakt Feuerverzinken und Feuerverzinkung

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    Marketing

    The Coatinc Company Holding GmbH
    Hüttenstraße 45
    57223 Kreuztal
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    Presse

    The Coatinc Company Holding GmbH
    Steinstraße 5
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    Silke Sandmeier
    E-Mail: holding@coatinc.com

    SPIEGEL GESCHICHTE

    Nr. 4 /2020

    Vom
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    großvater

    Tradition – The Coatinc Company ist das älteste Familienunternehmen Deutschlands – es macht seit mehr als 500 Jahren in Eisen und Stahl. Von Joachim Mohr

    Im Jahr 1502 gab in Siegen ein gewisser Heylmann Dresseier einen Feuerschilling aus, um die örtliche Feuerstelle benutzen zu dürfen. Der Handwerker wurde in einer Urkunde als Meister der Stahlschmiedezunft geführt, damals ein bedeutender Titel in der Stadt mit ihren etwa 2500 Einwohnern. Heylmanns erste Frau, die früh verstarb, stammte wie auch seine zweite aus einer angesehenen Schmiedefamilie.

    Mehr als ein halbes Jahrtausend später leitet Paul Niederstein in Siegen ein Stahl-und Metallunternehmen, das rund 1400 Mitarbeiter beschäftigt und etwa 185 Millionen Euro Umsatz pro Jahr erwirtschaftet. Gerade muss er die Firma durch die vom Coronavirus verursachte Wirtschaftskrise führen. »Sich immer wieder neuen Situationen und Krisen anzupassen, das gehört zum Geschäft«, sagt Niederstein im Gespräch am Telefon. Im Falle seiner Firma sind das mehr als nur wohlgesetzte Worte: »Meine Vorfahren hatten es mit der Pest und Weltkriegen zu tun. Zu wissen, dass die früheren Generationen schon große Herausforderungen gemeistert haben, gibt einem Zuversicht.«

    Der 1974 geborene Betriebswirt stammt in der 17-Generation in direkter Linie vom mittelalterlichen Schmied Dresseier ab. The Coatinc Company, so heißt das Unternehmen heute, gilt damit als das älteste Familienunternehmen in Deutschland. Der modeme Name, den es seit gut zehn Jahren trägt, ist den internationalen Geschäftsbeziehungen der globalisierten Welt geschuldet (Coatinc ist zusammengesetzt aus der englischen Silbe »coat« von »coating« -Beschichtung -und aus der Silbe »inc« aus dem englischen Wort »zinc« für Zink).
    Die Geschichte der Firma hängt eng mit der Geschichte des Siegerlands zusammen. Die Gegend ist eine der ältesten Montanregionen Europas. Schon aus der Zeit der Kelten um 500 vor Christus finden sich dort Reste von Bergbau und Erzgewinnung. Um das Jahr 1500 gab es in der Region schon mehr als 40 Hütten, in denen Metall, vor allem Eisen, erzeugt wurde. Die Eiserfelder Hütte etwa, sieben Kilometer südlich von Siegen gelegen, bestand von 1463 bis ins Jahr 1972. Bis heute sind metallverarbeitende Betriebe für die Stadt Siegen mit ihren rund 100 000 Einwohnern ebenso wie für die Umgebung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

    Der 1502 von Heylmann Dresseier begründete Betrieb wuchs stetig. Jeder der vielen Unternehmergenerationen gelang es, bei den sich wandelnden Techniken der Metallverarbeitung dranzubleiben und sich zugleich den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anzupassen.

    So prägte das Unternehmen die Region als Eisenhändler, Stahlfabrikant, Hütten-und Walzwerkbetreiber mit.

    Auch politisch nahmen Heyland Dresselers Nachfahren Einfluss. So war Johann Heinrich Dresler 1I. (die Schreibweise des Nachnamens hatte sich im Laufe der Zeit verändert), der von 1745 bis 1824 lebte, nicht nur Ratsherr in Siegen, sondern zeitweise auch Bürgermeister der Stadt sowie Rechnungsführer des Hospitals und der Armenkasse. Geschäftlich war er ebenfalls erfolgreich: Er besaß Anteile an mehreren Hüttenbetrieben und Hochöfen und ließ in eigenen Unternehmen Bandeisen und Bleche produzieren. Daneben stieg er in die Textilindustrie ein, stellte Bauern Webstühle zur Verfügung und produzierte Tuchstoff, Kappen und Strümpfe.

    Heinrich Adolf Dresler (1835 bis 1925) brachte es zum Königlich Preußischen Geheimen Kommerzienrat, zum Präsidenten der Handelskammer Siegen und saß sogar drei Jahre lang als Abgeordneter für die Nationalliberale Partei im Berliner Reichstag. Er baute das Walz-und Drahtwerk der Familie zu einem überregionalen Produzenten von Drähten aus und hatte Positionen in den Aufsichtsräten anderer Stahlunternehmen und von Banken wie Eisenbahnfirmen inne.

    Repräsentative Eisenkonstruktionen wie die Halle des Bahnhofs Groningen von 1895 zeugen bis heute von den internationalen Aufträgen für Dreslers Firmen, auch im Brückenbau war das Unternehmen tätig. Vor Ort hinterließ das Unternehmen, im Siegerländer Platt »Zinkbude« genannt, ebenfalls Spuren. In Kreuztal, wo das Drahtwalzwerk stand, errichtete Dresler ab 1860 einen neuen Familiensitz mit zwei Villen, einer weißen und einer gelben, einer Remise, einem Kutscherhaus und einem Musikpavillon, hier lebte er mit seinen elf Kindern. Die prächtigen Bauten im Stil der Renaissance sollten Herrschaftspräsenz ausdrücken, ein riesiger Park bot Platz für Spaziergänge, aber auch für Landwirtschaft.

    Nach den beiden Weltkriegen übernahm Werner Niederstein, Sohn von Heinrich
    Adolf Dreslers ältester Tochter Luise, die Firma. Er expandierte in den Sechziger-und Siebzigerjahren mit der Siegener AG, wie das Unternehmen nun hieß, weiter im internationalen Markt. Aus einem kleinen Handwerksbetrieb war in knapp fünf Jahrhunderten ein Stahl-und Metallkonzern geworden, spezialisiert auf Stahlveredelung und Stahlverarbeitung.

    Nun kam es aber vermehrt zu Konflikten in der Familie: Die Zahl der Nachkommen, die Firmenanteile besaßen, war stetig gewachsen. Viele von ihnen hatten kein Interesse, weiterhin stille Gesellschafter eines Traditionsunternehmens zu sein, sondern wollten ihre Anteile lieber zu Geld machen, um frei über ihr Vermögen verfügen zu können. So wurde die Siegener AG mit einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Mark 1978 an das Stahlunternehmen Hoesch verkauft.

    Übrig blieb nur ein kleiner Teil des ehemaligen Konzerns: die Verzinkerei Becker mit gerade einmal 60 Mitarbeitern. Erst 14 Jahre später konnte Klaus Niederstein, der Vater des heutigen Firmenchefs, vier Verzinkereien von Hoesch zurückkaufen. Dafür holte er einen neuen Gesellschafter in die Firma, die Firma B. E. Wedge aus Großbritannien, die heute 49 Prozent an The Coatinc Company Holding GmbH hält.

    Der aktuelle Chef Paul Niederstein sieht für die kommenden Jahre die Digitalisierung als größte Herausforderung für das Traditionsunternehmen. The Coatinc Company hat 15 000 Kunden, von BMW bis zum kleinen Kunstschlosser, jeder von ihnen soll künftig dank der digitalen Technik noch besser bedient werden, sagt Niederstein.

    Niederstein hat in Regensburg Betriebswirtschaftslehre studiert und in London und Lugano für den USamerikanischen Energiekonzern Enron gearbeitet, bevor er 2004 ins Familienunternehmen einstieg. Schon mit 16 Jahren, so berichtete es das »Handelsblatt«, habe er gewusst, dass er seinem Vater an der Unternehmensspitze nachfolgen wollte. »Ich wurde von meinem Vater nie unter Druck gesetzt, ihm als Firmenchef nachzufolgen«, erzählt er heute im Interview am Telefon.

    Die Geschichte der Firma haben die Siegener erst kürzlich aufgearbeitet: Zwar hatte Emmy, eine der Töchter von Heinrich Adolf Dresler, schon 1918 die Familiengeschichte zusammengestellt. Doch erst 100 Jahre später, 2018, erschien ein Buch, für das die Familie gemeinsam mit einem Historiker Archivfunde und Dokumente zusammengetragen hat.

    Die Tradition spielt eine Rolle in dem Unternehmen, aber sie soll keine Verpflichtung sein: Beruflich in ein Familienunternehmen einsteigen, das sollte man auf keinen Fall nur wegen der Familiengeschichte tun -und auch nicht wegen des Geldes, betont Paul Niederstein. Wenn, dann müsse »das aus dem Herzen kommen«.

    Seine fünf Kinder wolle er auf keinen Fall ins Unternehmen drängen, wenn es sie selbst nicht dort hinziehe, sagt er. »Wobei ich mich natürlich freuen würde, wenn eines meiner Kinder das Unternehmen übernehmen würde.« Es wäre die 18. Generation.

     

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    SPIEGEL GESCHICHTE Nr. 4 /2020

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