The Coatinc Company Kontakt Feuerverzinken und Feuerverzinkung

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    Stahlreport (09/2021)

    The Coatinc Company fordert Kurswechsel

    NRW-Wirtschafts-und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart besuchte am 20. August 2021 The Coatinc Company am Standort Siegen/Kreuztal und besichtigte vor Ort die beiden Feuerverzinkungsanlagen (Normal-und Hochtemperaturverzinkung), in denen Stahlteile nachhaltig vor Korrosion geschützt werden. Dabei wurde auch über Klima-und Energiepolitik diskutiert.

    Der geschäftsführende Gesellschafter der Gruppe, Paul Niederstein, vertrat die Ansicht, dass Energiekosten und die CO2-Bepreisung mit Augenmaß und europäisch betrachtet werden müssen und nicht zu Wettbewerbsverzerrungen führen dürfen. „Es kann nicht sein, dass die deutschen Feuerverzinker zu den wenigen Industrien zählen, die mit zusätzlichen Kosten belastet werden. Wir brauchen bezahlbare Energiekosten und eine harmonisierte Vorgehensweise in der EU. Sonst haben wir kein Level-Playing-Field und Wettbewerbsnachteile, trotz guter Eigenschaften beim Klimaschutz. Vor allen Dingen brauchen wir Planungssicherheit“, so Niederstein.
    Minister Pinkwart sagte: „Ökonomische und ökologische Interessen müssen gegeneinander abgewogen werden. Daher spreche ich mich für ein europäisches, am besten sogar über Europa hinausgehendes marktbasiertes Emissionshandelssystem aus. Solange wir kein europäisches System der CO2-Bepreisung haben, muss es für die Feuerverzinker eine faire Entlastung im Brennstoffemissionshandelsgesetz geben.“

     

    Feuerverzinkter Stahl beliebig recyclebar

    Nach Ansicht von Paul Niederstein schließen sich Nachhaltigkeit und industrielle Produktion in Form des Feuerverzinkens nicht aus. Im Gegenteil, sie ergänzten sich gegenseitig. „Feuerverzinken hilft aktiv beim Klimaschutz. Es schützt Stahl für 50 bis 1 00 Iahre vor Korrosion. Feuerverzinkter Stahl ist wiederverwendbar und ohne Qualitätsverlust beliebig oft recycelbar. Im Vergleich mit anderen Werkstoffen wie z. B. Beton oder Farbe ist feuerverzinkter Stahl besonders nachhaltig“, so Paul Niederstein, der auch Vorstandsmitglied des Industrieverbandes Feuerverzinken (IVF) ist.
    Überdies regte der Industrieverband Feuerverzinken an, die Berechnungsgrundlagen für den CO2-Fußabdruck an den Lebenszyklus anzupassen. „Unsere Industrie benötigt am Anfang des Lebenszyklus einen bestimmten Bedarf an Energie und Rohstoffen -und wir haben keine Alternativen zur Nutzung der zur Verfügung stehenden Energieträger. Wenn wir uns den Kreislauf und die Lebensdauer von feuerverzinktem Stahl anschauen und mit anderen Werkstoffen vergleichen, ist der CO2-Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus besser. Diese langfristige Betrachtung ist viel nachhaltiger und sollte seitens der Politik den Berechnungsstandard darstellen. Wir fordern von der Politik eine klare industriefreundliche Position,“ so Sebastian Schiweck, Hauptgeschäftsführer des IVF.

    Veröffentlicht in: Stahlreport (09/2021)

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