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Bei zwei Firmenbesuchen in südhessischen Betrieben tauschte sich der hessische Finanzminister Michael Boddenberg mit Unternehmern zum europäischen „Green Deal“, speziell zu den Berichtspflichten sowie zu Sustainable Finance aus. IHK-Präsident Matthias Martiné verdeutlichte gegenüber dem Minister die Positionen der südhessischen Wirtschaft.
Pressemeldung vom 2. Februar 2022
Die Jöst GmbH in Wald-Michelbach sowie die Coatinc Rhein-Main GmbH & Co. KG in Groß-Rohrheim standen auf dem Besuchsprogramm von Minister Boddenberg und Andreas Rolker, Ministerialrat und Referatsleiter Finanzmarktrecht im Hessischen Ministerium der Finanzen. IHK-Präsident Martiné wünschte sich bei dem Treffen, dass vor allem die Belange von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) stärker in den Vorbereitungsgremien zum „Green Deal“ Gehör finden, aktuell dominiert die Finanzwirtschaft in der Diskussion. Für ihn ist es wichtig, „dass die Transformation auch in der Realwirtschaft stattfinden kann, denn dafür sind Investitionen nötig, die auch kreditfinanziert möglich sein müssen“. Er hofft auf einen „klaren Rahmen mit verbindlichen Zeithorizonten, damit auch die Banken den ´Green Deal´ für die Realwirtschaft begleiten können“.
Umfangreiche Berichtspflichten für KMU
Bei der Jöst GmbH, einem Familienbetrieb, der seit Jahrzehnten auf die Entwicklung und Produktion von Schleifbändern, Schleifvliesen und Schleifscheiben spezialisiert ist, drehte sich der Austausch mit dem Minister vor allem um die umfangreichen Berichtspflichten, die im Zuge des europäischen Green Deal auch auf die Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zukommen. Peter und Christian Jöst aus der Geschäftsführung des Odenwälder Betriebes, wiesen auf den Auswuchs der Fragebögen und Nachweise hin, die bei ihnen ohnehin schon anfallen. Aktuell muss der Betrieb bereits sehr viel Arbeitszeit investieren, um bestehende Berichtspflichten zu erfüllen. Eine zentrale Stelle, die alle gewünschten Daten bündelt, wäre für sie hilfreich, um den „Wildwuchs an Fragebögen“ einzudämmen. Das auch in der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung formulierte „Once-Only- Prinzip“ könnte hier Pate stehen.
Auswirkungen des „Green Deal“ bei der Kapitalbeschaffung
Bei der Coatinc Rhein-Main GmbH & Co. KG drehte sich das Gespräch mit dem Minister zusätzlich um Energiepreise und die Auswirkungen des „Green Deal“ bei der Kapitalbeschaffung. Die Coatinc- Niederlassung in Groß-Rohrheim feiert im Mai 2022 ihr 50-jähriges Bestehen und ist auf Feuerverzinkung, Pulverbeschichtung, Nassbeschichtung, Duplexbeschichtung und weitere Verfahren der Oberflächenveredelung spezialisiert. Gabi Wilwers, Geschäftsführerin der The Coatinc Company (TCC) Holding, kritisierte gegenüber Minister Boddenberg die Unbestimmtheit bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung auf europäischer Ebene und die hohen bürokratischen Anforderungen, welche durch die EU-Taxonomie auf Unternehmen zukommen. Vor allem für mittelständische Unternehmen seien die Kosten hoch und der Nutzen überschaubar. Sie spürt auch die Auswirkungen des „Green Deal“ bei der Kapitalbeschaffung. Ihr fehlen eindeutige Kriterien und ein verbindlicher Zeithorizont für die Transformation.
Minister Boddenberg kündigte an, die Erkenntnisse aus den Firmenbesuchen mit in die nächste Finanzministerrunde mit Bundesfinanzminister Christian Lindner zu nehmen. IHK-Präsident Matthias Martiné versprach, dass die IHK Darmstadt in den nächsten Monaten sowohl die Unternehmen als auch die Kreditinstitute in der Region über die Herausforderungen des „Green Deal“ ausführlich informieren will. Im März ist in der Vollversammlung der IHK zudem die Verabschiedung eines Positionspapiers zu „Sustainable Finance“ geplant.
Veröffentlicht in: IHK-Darmstadt 02.02.2022
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