The Coatinc Company Kontakt Feuerverzinken und Feuerverzinkung

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Marketing

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Aus Tradition flexibel!

Ältestes Familienunternehmen Deutschlands und Lieferfähigkeit in Krisenzeiten

„Vom Grundsatz her betrachten wir unsere Branche als einen recht sicheren Hafen in Krisenzeiten, das hat sich auch in der Vergangenheit, z. B. in der Finanzkrise, gezeigt“, sagt Paul Niederstein, Geschäftsführender Gesellschafter von The Coatinc Company (TCC).

Einer der Gründe liegt aber sicher nicht nur in der Branche, sondern auch in der mehr als 500 Jahre währenden Geschichte des Unternehmens. Historisch gesehen ist man an Krisen und damit einhergehenden Wandel gewöhnt, denn als ältestes Familienunternehmen Deutschlands hat der Industriebetrieb nahezu alles gesehen, was in einem halben Jahrtausend die Bewohner der Region an Wandel durchlebt haben. Man hat vielleicht nicht unmittelbar die Erfahrung aber die Gewissheit, dass die vorherigen Generationen schon große Herausforderungen gemeistert haben.

1502 wird Heylmann Dreseler als Meister der Stahlschmiedezunft erstmals urkundlich erwähnt und so beginnt die Geschichte des Familienunternehmens.

Bereits 1551 ist sein Sohn Godhard Dresseler städtischer Büchsenmeister. Wie sein Vater ist auch er Meister und Mitglied der Stahlschmiedezunft. Im 16. und 17. Jahrhundert übernehmen die nächsten Generationen ebenfalls führende Positionen, u. a. als Ratsherr und Schöffe, Hospitalmeister, Bau- oder Weinherren. Im Amt des Bürgermeisters formen sie über fast 200 Jahre ihre Heimat auch politisch. Ebenso tritt man der Weberzunft bei, womit es sich fortan nicht mehr ausschließlich um die Metallverarbeitung dreht.

Ab 1745 entwickelt sich unter Johann Heinrich Dresler II. die ausgedehnte Strumpf- und Kappenfabrikation sowie der Ausbau der Anteile an mehreren Hammerhütten. Zudem werden von nun an auf eigenen Reckhämmern Bandeisen und Bleche produziert. Aus der von J. H. Dresler II. gegründeten Firma gehen später die Geisweider Eisenwerke hervor, die überdies mit einem Hochofen zu einem Stahl- und Walzwerk ausgebaut werden. Dies mündet in die Stahlwerke Südwestfalen, den damals und heute größten Siegerländer Stahlhersteller.

1827 erwirbt sein Nachfahre Johann Heinrich Dresler III. gemeinsam mit seinen Vettern Heinrich und Friedrich Klein die Heinrichshütte bei Hamm an der Sieg. Den Hammerhütter Hammer baut er zu einem Puddelwerk um wie später das Kreuztaler Walzwerk, welches er gleichzeitig an die Drahtwerke angliedert.

Sein Sohn Heinrich Adolf Dresler, der 13. in der Stammfolge und Erbauer der „Weißen Villa“ 1865 in Kreuztal, heiratet Clementine Klein, eine Tochter des Firmengründers der Eisengießerei und Maschinenfabrik Klein zu Dahlbruch, später Siemag Dahlbruch, heute SMS Group. Er baut das ihm übertragene Walz- und Drahtwerk zu einem führenden Lieferanten von Drähten aus. Er wird Vorsitzender des Aufsichtsrats der Geisweider Eisenwerke übt daneben viele andere Ämter und Positionen in und außerhalb der Region aus. Für drei Jahre ist er auch Abgeordneter im Reichstag in Berlin der Kaiserzeit. 1884 übernimmt er mit Siegerländer Kaufleuten die Verzinkerei Holdinghausen und Reifenrath und gründet eine Aktiengesellschaft. Dies ist die Geburtsstunde der späteren SAG in Geisweid und der Schritt in die Verzinkungsindustrie.

Dem Ersten und Zweiten Weltkrieg fallen ein Sohn und drei Enkel Heinrich Adolf Dreslers zum Opfer. Seine älteste Tochter und erstes von elf Kindern, Luise, sorgt durch die Eheschließung mit Alfred Niederstein und ihrem Sohn Werner für die Fortführung des Unternehmens. Werner Niederstein steigt 1923 als junger Mann in die SAG ein. 1945 wird er zum alleinigen Vorstand der Siegener Actiengesellschaft und – nach dem Zweiten Weltkrieg – durch die Besatzer ebenfalls zum IHK-Präsidenten ernannt. Er baut das Geschäft zunehmend aus. Mit seinem Sohn Klaus Niederstein beginnt dann später die Internationalisierung des Unternehmens. 1992 gründet er die Siegener Verzinkerei Holding, in die sein Sohn Paul 2004 als Verantwortlicher für die Bereiche Marketing und Vertrieb eintritt. Seit 2006 ist er Mitglied der Geschäftsführung und zuständig für den Bereich strategische Aufgaben. In diese Zeit fällt auch die Umfirmierung des Unternehmens in „The Coatinc Company“. Er setzt die Tradition des Familienunternehmens fort. Heute leitet er die Gruppe als Sprecher der Geschäftsführung und hält 51 % an dieser; 49 % liegen im Besitz der B.E. Wege Holding, UK.

„Krisen und kontinuierliche Anpassungsfähigkeit auf neue Situationen gehören zum Geschäft. Aber noch mehr: Dies ist es, was einen Unternehmer auszeichnet! Die Fähigkeit zu adaptieren, sich anzupassen und flexibel zu bleiben, sind heute mehr denn je gefragt!“, so Paul Niederstein.

Start in das Geschäftsjahr 2020 in Zeiten von Corona

In der derzeitigen Coronakrise rechne er damit, dass die benötigten Verzinkungskapazitäten aufrechterhalten werden, denn die Lieferung von Zink sei aktuell durch die Lieferanten weltweit sichergestellt. Aber auch im Vertrieb habe die Gruppe viel Anpassungsfähigkeit bewiesen. So arbeiteten die Innen- und Außendienstmitarbeiter mittlerweile überwiegend im Homeoffice. Und in der Produktion sei ein entsprechender Sicherheitsabstand zwischen den Mitarbeitern kein Problem. Aus diesem Grund liefen sowohl Auftragsakquise und Produktion in unseren Niederlassungen überwiegend normal weiter.

„In puncto Abnehmer- und Kundenstruktur sind wir, ähnlich wie bei der Zinkbeschaffung, weitreichend diversifiziert und damit breit aufgestellt“, führt Niederstein weiter aus. „Dies hilft uns: Als Oberflächenveredler sind wir überwiegend von der Bauindustrie abhängig, die bis dato kaum Einbußen zu verzeichnen hat. Die Auftragsbücher unserer Kunden, die ebenfalls von der Bauindustrie abhängig sind, waren bereits vor der Corona-Situation gut gefüllt Der Auftakt in das Jahr 2020 war somit ausgesprochen positiv. Sogar unsere Schlosserkunden unterliegen aktuell keinerlei Beschränkungen und selbst der Stahlbau ist ebenso durch weitflächige Produktionsanlagen und durch den produktionsbedingt einzuhaltenden Sicherheitsabstand wenig riskant und funktioniert bis dato noch normal. Unser viertes Standbein, der Stahlhandel, versorgt die Schlosser und Stahlbauer. Dadurch ergibt sich auch hier eine noch zufriedenstellende Situation. Lediglich unsere Kunden im Bereich Automotive sind stärker betroffen. Aktuell ist daher unsere Auslastung in der Hochtemperaturverzinkung beeinträchtigt wie auch das Werk in Mexiko, in dem Trailerkomponenten verzinkt werden.

Als ältestes Familienunternehmen Deutschlands planen wir grundsätzlich langfristig und eher konservativ. Unsere Maßnahmen, die wir jetzt schon einläuten, sind in hohem Maße präventiv und haben ein sicheres Fortbestehen unseres Unternehmens im Vordergrund. Unsere lange Geschichte sollte bestätigen, dass wir wissen, was wir tun“, so Niederstein weiter.

Den Fokus auf Nachhaltig- und Langlebigkeit gerichtet, agiert The Coatinc Company stets im Sinne der Kundenbedürfnisse und steht für den wirksamen Schutz vor Korrosion. Dazu wendet man nicht nur Oberflächenbeschichtungen an, sondern ergänzt sie mit komplementären Dienstleistungen, die neue Maßstäbe in puncto Service setzen.

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