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vom 13.06.2020

Zwischen Stahl und Zink

Metallverarbeitung: Coatinc in Rottendorf ist die einzige Verzinkerei weit und breit. In dem Werk läuft ein Verfahren, das viel Nutzen für Alltagsgegenstände hat. Einblick in eine spektakuläre Welt.

Normalerweise macht man sich über ein Treppengeländer, ein Hoftor oder über den Pfosten eines Verkehrsschildes keine Gedanken. Diese Dinge aus Metall sind nun einmal unspektakuläre Alltagsgegenstände, mehr nicht. Doch in Rottendorf bei Würzburg haben sie eine besondere Bedeutung – und geben Einblicke in eine überraschend spektakuläre Welt. Die Coatinc Würzburg GmbH, die es seit den 1970er Jahren gibt, ist die einzige Verzinkerei weit und breit. Was in dem von außen unscheinbaren Werk gemacht wird, hat großen Nutzen für eben all jene Geländer, Hoftore und Metallpfosten: Sie rosten nicht. Denn bei der sogenannten Feuerverzinkung gehen heißes, flüssiges Zink und spröder Stahl eine „Ehe“ ein. Fachleute sprechen von einer Legierung. Es entsteht eine hauchdünne Schicht auf der Oberfläche der Metallgegenstände, die sie dauerhaft vor Rost schützt.

Es kann lebensgefährlich werden
Dazu werden die Gegenstände bei Coatinc in ein Becken mit 450 Grad heißem Zink getaucht. Was simpel klingt, hat zum Teil lebensgefährliche Zusammenhänge. Sven Semmel ist bei Coating in Rottendorf unter den 80 Beschäftigten einer jener Arbeiter, auf die es in dieser Hinsicht besonders ankommt. Denn Semmel prüft jedes angelieferte Stahlteil penibel, ob es für das Zinkbad geeignet ist. Macht er einen Fehler, kann das verheerende Folgen haben. Bei hohlen Stahlrohren achtet Semmel zum Beispiel besonders auf Löcher. Gäbe es sie nicht, könnte die Luft beim Eintauchen der Rohre ins heiße Bad nicht entweichen. Die Luft würde sich vielmehr derart schnell erhitzen, dass der entstehende Druck das Rohr regelrecht explodieren lasse, erklärt Coatinc-Geschäftsbereichsleiterin Susanne Kolb. „Den Knall würde man in ganz Rottendorf hören.“ Vor allem aber: Die Explosion würde glühend heißes Zink in der Werkshalle verteilen – eine enorme Gefahr für die Arbeiter dort. Dass „bislang aber noch nichts passiert“ ist, wie Susanne Kolb hervorhebt, ist den prüfenden Blicken von Mitarbeitern wie Sven Semmel zu verdanken. Hat er seinen Job gemacht, hängen Kollegen die zum Teil zentnerschweren Gegenstände mithilfe von Metalldrähten an sogenannten Traversen auf: horizontal und vertikal in der Halle bewegliche Riesenträger, die später die zu verzinkenden Teile erst in diverse Becken, dann ins Zinkbad tauchen.

40 Tonnen Material pro Tag
40 Tonnen Material werden pro Tag in der Traverse-Abteilung aufgehängt. Auch hierbei achten die Arbeiter genau auf die notwendigen Löcher. Metallteile ohne Löcher werden an die Kunden zurückgegeben. Die kommen laut Kolb aus einem weiten Umkreis von Thüringen über den Raum Nürnberg/Bamberg bis Aalen, Heilbronn und dem Odenwald.
Von klassischen Metallbaubetrieben über Kunstschmieden bis hin zu privaten Hausbesitzern sei alles dabei, erklären Kolb und Betriebsleiter Christian Lang. So kann es sein, dass an den Traversen schon mal ein filigraner Kerzenständer aus Metall neben einer meterlangen, wuchtigen Halterung für Treppenstufen hängt.

Es hat etwas Infernalisches, verfolgt man den Weg dieser Traversen bei Coatinc: Es dampft und zischt ständig, allerorten sieht man Warnschilder und Sicherheitsvorkehrungen. Bevor es ins Zinkbad geht, werden die Metallteile – automatisch gesteuert – erst einmal bis zu zwei Stunden lang in diverse Becken getaucht. Dabei werden die Oberflächen gesäubert, entfettet und so für das finale Zinkbad vorbereitet. Knapp elf Meter lang, drei Meter tief und 1,70 Meter breit sind diese insgesamt 14 Becken, in denen sich unter anderem eine Lösung mit 15 Prozent Salzsäure befindet. Diese Halle in der Halle steht in einer riesigen Betonwanne – für den Fall, dass aus den 14 Becken etwas auslaufen sollte. Die Abluft werde gewaschen, bevor sie ins Freie gelangt, erklärt Susanne Kolb.

Und dann ab ins glühend heiße Zinkbad.
Schließlich der Zink: Maximal zwölf Minuten bleiben die Metallgegenstände in dem Bad. Janosz Bytzek und Sadik Argindogan gehören zu jenem Team, das in Schutzanzügen am heißen Zinkbad arbeitet. Ihr Job ist es unter anderem, mit einer Art Rechen die Zinkasche von der Oberfläche des flüssigen Zinks abzuziehen. Die braune Schmutzschicht entsteht durch das Verbrennen von Fremdmaterial auf den Metallgegenständen.
Eine Halle weiter werden die abgekühlten Teile dann für den Versand fertiggemacht. Noch eine Halle weiter ist sozusagen die kleine Schwester des Zinkbades, die Abteilung für Pulverbeschichtung. Geht es bei der Feuerverzinkung um den Rostschutz per Zink, so sorgt die Pulverbeschichtung für die Farbe. Denn elektrostatisch aufgeladenes Farbpulver wird zunächst auf die Metallteile geblasen und dann eine Dreiviertelstunde lang in einem zimmerhohen Backofen bei 200 Grad auf die Oberfläche gebrannt.
Backofen, Traversen, Salzsäure, Zink: Was bei Coatinc in Rottendorf zu erleben ist, hat seine Wurzeln in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Diverse Geschichtsbücher nennen einen französischen Chemiker namens Malouin als den Mann, der das Feuerverzinken erfunden haben soll. Ein durchaus sinnvoller Geistesblitz: Der Industrieverband Feuerverzinken will herausgefunden haben, dass durch das Verfahren zum Beispiel Metallbrücken bis zu 100 Jahre vor Rost geschützt sind.

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Veröffentlicht in: „Main-Post “ (13.06.20)
Von FABIAN GEBERT (Fotos) und JÜRGEN HAUG-PEICHL (Text)

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